1858 erhielt Wilhelm Heinrich Schüßler die Erlaubnis, als homöopathische Arzt in Oldenburg zu praktizieren.

Er arbeitete zuerst rein homöopathisch, was ihn bald unzufrieden stimmte und er fing an, Ursachenforschung der Krankheiten zu betreiben. Sein bestreben war eine einfache Heilweise zu finden, dabei entdeckte er, das die meisten Erkrankungen auf einen Mineralstoffmangel zurück zu führen sind.

Aus der Homöopathie wusste Schüßler, dass wenn er die Mineralstoffe potenziert, der Körper den höchst möglichen Heilungseffekt hat. So entwickelte er die ersten 12 Schüßler Salze und stellte fest, das die Mineralstoffe im Körper, auch potenziert, aufgefüllt werden können, ja sie sogar potenziert werden müssen, damit der Körper sie überhaupt aufnehmen kann.

Aus dieser Erkenntnis heraus,  entwickelte er seine 12 Salze, wobei er das 12 Mineral- Calc. sulf. wieder von der Liste strich, weil er mit seinem Chemiker zu der Überzeugung gelangte das es wohl nicht zu den ständigen Bestand der Minerale im Körper gehört.

Wie wir heute wissen, war das ein Irrtum. Seine heute wieder 12 Salze gehören zu den Funktionsmitteln in der Biochemie und sind, im laufe der Jahre um weitere 15 Minerale erweitert worden. Es gibt weiterhin unermüdliche Homöopathen die sich der Weiterentwicklung verschrieben haben. Dank derer ist unsere Mittelpalette auf 36 Mineralsalze angewachsen.

Die Schüssler-Salz-Therapie ist die wohl beliebteste Therapie in der Volksheilkunde, sie kann kurmäßig, vorbeugend, stabilisierend und ausgleichend eingesetzt werden. Da jedes Mittel seine besonderen Sichtzeichen hat, sind sie für den Privatanwender leicht anwendbar und gehören in jeden Haushalt.

Dr. Schüssler hat im Laufe seines Lebens 12 der mittlerweile 36 Mineralien für seine Therapie gefunden und erforscht. Zeit seines Lebens hatte er viele Mitstreiter und Anhänger, die nach seinem Tod sein Lebenswerk weiter führten. So das 15 weitere Mineralien gefunden und erforscht werden konnten, die in ihrer Nummerierung genauso wahllos sind wie damals die seinen.

Auch in der heutigen Zeit sind die Anhänger Schüßlers aktiv und setzen nach wie vor sehr erfolgreich sein Lebenswerk fort. Leider sind die Experten sich noch uneins, ob man die neusten Mittel in der Rund, mit Nummern belegen darf und soll, um sie in den Reigen der Schüssler Salze auf zu nehmen oder ob es bei den 27 Mitteln bleiben wird.

Ich kann diesen Streit nicht wirklich nachvollziehen, zumal es völlig egal ist „ob das Kind Nummern hat“ und sich Schüssler Salz nennen darf oder nur die Mittelbezeichnung hat, wichtig ist doch der Nutzen.