Die einen sage: „…essen Sie täglich Jogurt und ganz viel Milchprodukte, das ist gut für die Knochen, wegen dem Calcium darin…“

Die nächsten wissen zu berichten, wenig Kohlenhydrate sind das „A“ und „O“ bei der Ernährung.

Wieder andere glauben nur Obst und Gemüse als Vegetarier oder Veganer-Esser ist das Non plus Ultra und so können wir, glaube ich, diese Liste der wohlgemeinten Weisheiten beliebig lang fortsetzen.

Aber- ist das EINE oder NUR das ANDERE unserer wirklich der Gesundheit zuträglich, oder machen uns diese „Weisheiten“ eher krank?

Ich denke auch in der Ernährung, wie in allem, ist Fanatismus für das ein oder andere fehl am Platze. Wir Menschen sind Evolutionär als „Allesfresser“ konzipiert, wie in allem auch hier- die Mischung macht es.

Vor 43 Mio. bis vor 17 Mio. Jahren, wir waren noch als große „echte“ Menschenaffen unterwegs, standen Blätter, Früchte, Zweige aber auch Würmer, Nestlinge, Insekten und Eier auf dem Speiseplan.

11-12 Mio. Jahre später- die ersten Frühmenschen, sie sind kleiner und siedeln an Wasserläufen. Auf dem Speiseplan steht nun alles was die Natur zum Zeitpunkt hergibt.

Blätter, Nüsse, Wurzeln, Gräser, Beeren und Kleingetier.

Die Frühmenschen aßen alles was verdaulich war, konnten aber nur das verzehren was die Natur im Moment bot.

Diese Strategie hat sich auch in den späteren Mio. Jahren fortgesetzt, sie mussten lernen die Nahrung nach den Vorkommen im jahreszeitlichen Verlauf zu nutzen und haben Verfahren zur Haltbarmachung gefunden, um für schlechte Zeiten versorgt zu sein.

Die Haustier- und Nutztierhaltung kam erst sehr viel später. Im Großen und Ganzen kann man sagen, die Ernährung unserer Vorfahren war abwechslungsreich, überwiegend vegetarisch, obwohl Fleisch nicht verachtet wurde, nur da es roh, sehnig und zäh war, schien es wenig attraktiv.

Erst in den letzten 5000 Jahren ist die Ernährungsweise der „modernen“ Menschen schriftlich festgehalten worden, so dass es für uns nachvollziehbar ist.

Unser Verdauungssystem ist auf grobe, harte Nahrung ausgelegt, auch wenn jetzt Fleisch schmackhafter und zarter sowie leichter zu beschaffen ist, so steckt doch 80% Vegetarier in uns.

Durch das üppige und zu jeder Zeit alles Vorhandene im Angebot, denken wir beim Einkaufen nicht mehr über Saison und Vorkommen nach.

Die größte Heilkraft steckt in der Nahrung, und zwar zu dem Zeitpunkt wo es wächst. Wir nehmen sie mehrmals täglich zu uns und können dabei sehr bewusst entscheiden. Lesen Sie dazu meinen Artikel zu Saisonaler Kost.