Es ist Sommer, wunderbares Wetter, wir bewegen uns etwas mehr draußen in der Natur und fühlen uns trotzdem ausgelaugt und müde. Dabei sollte man doch meinen, das diese Zustände bevorzugt in der dunklen Jahreszeit vorkommt.

Dies ist jedoch ein Trugschluss. Im Sommer kommt uns zu Gute, das wir über die Sonne mehr Vitamin D produzieren, günstigsten Falls essen wir auch den ein und anderen Salat mehr, da wir uns doch mal am Abend mit Freunden kurz treffen.

Die Erschöpfung ist trotzdem im vollen Umfang wirksam, wir schaffen es aber immer, sie irgendwie zu verdrängen.

Mit der Zeit, klappt die Verdrängung nicht mehr und der Zustand wird bedrohlicher. Allerdings sind wir oft in der Situation diesen langsamen Prozess nicht zu erfassen, wir legen uns dann Begründungen bereit, die unserer Meinung nach das Problem sind. Es bedarf einer gründlichen Analyse und eine bewusste innere Einkehr um an diesem Zustand etwas ändern zu können.

(Ein Beitrag von Micaela Sit (Wien))

Fragen zur Selbstreflexion

Probleme und Stress im Beruf sind heute an der Tagesordnung. Natürlich sind wir abends oft erschöpft und fühlen uns leer.

Aber ab wann ist es zu viel?

Woher wissen wir, dass es so nicht mehr weitergehen kann?

Wenn viele der folgenden Aussagen auf Sie zutreffen, deutet dies auf eine Burnout-Gefährdung hin.

  • Ich fühle mich von meiner Arbeit ausgelaugt.

  • Am Ende eines Arbeitstages fühle ich mich erledigt und brauche am Abend sehr lange, um abzuschalten.

  • Ich brauche Alkohol, Beruhigungsmittel oder Essen, um mich abzugrenzen bzw. mich zu entspannen.

  • Ich schwitze und wache mehrmals pro Nacht auf.

  • Ich fühle mich müde, wenn ich morgens aufstehe und wieder einen Arbeitstag vor mir habe.

  • Seit ich diese Arbeit mache, bin ich gleichgültiger gegenüber anderen Menschen geworden.

  • Ich glaube, ich behandle einige SchülerInnen, als ob sie unpersönliche „Objekte“ wären.

  • Ich befürchte, dass diese Arbeit mich emotional verhärtet.

  • Ich mache Fehler in der Arbeit.

  • Ich bin öfter im Krankenstand und habe chronische Rücken- oder Kopfschmerzen.

  • Wenn ich auf Urlaub bin, arbeitet mein Geist viele Tage weiter.

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