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Heilpraktikerin Cornelia Wiemert ● Wildensteiner Strasse 32, 10318 Berlin

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Heilnahrung: Ernährung nach den 4 Elementen

Allgemeines

Essen ist sicher eine Frage des Geschmackes. Die Ernährung nach den 4 Elementen wurde im Laufe der Evolution von Heilkundigen entwickelt. Aus der Beobachtung heraus, dass bestimmte Temperamente und Konstitutionen bestimmte Nahrungsmittel nicht vertragen, oder auch bevorzugt an bestimmten Krankheiten erkranken. Sie aber auf der anderen Seite unter weglassen dieser Lebensmittel bzw. Umstellung auf andere wieder gesunden.

Greifen wir diese Erkenntnisse einfach auf, so haben wir eine der einfachsten Heilmethoden überhaupt, denn Essen müssen wir – es ist nur die Frage: „WAS wir essen?“.

In der Naturheilkunde werden die Menschen nach dem Temperament, der Säftezusammensetzung, den Elementen, der Organlehre und der Disposition bzw. Konstitution eines einzelnen betrachtet und beobachtet. Diese Aspekte beziehen ihre Hinweise aus den unterschiedlichsten  Diagnoseverfahren. In erster Linie zu nennen die tiefgründige Anamnese, die Iris-, Zungen- und Pulsdiagnostik.

Mit diesen Hinweisen ist es dem Therapeuten möglich einen individuellen Ernährungsplan zu erstellen.

Bei der Betrachtung des Gesundheitszustandes des Menschen werden die Überlegungen zu den Elementen (Luft, Wasser, Feuer, Erde), den Temperamenten (Sanguiniker, Phlegmatiker, Melancholiker, Choleriker) sowie den Säften (Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle) in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht. Dieses ist der qualitative Zustand eines Jeden. Auch Nahrungsmittel haben einen solchen qualitativen Zustand der den Elementen und Temperamenten zugeordnet werden kann.

Die Qualitäten sind in der Qualitätenlehre, in Anlehnung an die TCM und der anthroposophischen Medizin, zusammengefasst und beinhalten die Qualität der Krankheit, der Nahrungsmittel und des Menschen (mit den Elementen, Temperament, Säfte). Somit wird Heilung ein lebendiger Prozess, bei dem uns die Natur ihre wahren Heilmittel zu erkennen gibt.

“Eure Nahrungsmittel sollen Eure Heilmittel und Eure Heilmittel sollen Eure Nahrungsmittel sein.”

(Hippokrates)

Qualitäten der Nahrungsmittel

Temperatur

Die Qualität „Temperatur“ hat nichts mit der messbaren Temperatur der Speisen zu tun, sondern mit der Wirkungsweise der Nahrungsmittel auf unseren Organismus und wird den Elementen zugeordnet.

 

warm und heiß

Einsatz:

bei Kältezustand, Feuchtigkeitsretention, Verschleimung, Verhärtungen, Wärmemangelzustand, bei den kalten Temperamenten (Melancholiker, Phlegmatiker)

Wirkung:

warm – beschleunigend, anregend, energiefördernd und wärmend

heiß – zerstreuend, emporhebend, trocknend und erhitzend

 

kühl und kalt

Einsatz:

bei Energieverlust, Trockenheit, nervösen Zuständen, Säftemangel und warmen Temperamenten (Sanguiniker, Choleriker)

Wirkung:

kühl – beruhigend, befeuchtend, verlangsamend, und kühlend

kalt – verdichtend, stockend, stark verlangsamend und stark kühlend

 

neutral

Einsatz:

vegetative Dysregulation, Störung der Verdauung, Rhythmusstörungen, Säftemangel, bei Temperamentschwankungen und zum Ausgleich der Speisen im gesamt Menü

Wirkung:

ausgleichend, fördern die Säfteproduktion, stellen aktive Energie bereit, ebenfalls ausgleichend auf überschießende Temperamente und Speisen


Hinweis

Die Qualitäten der einzelnen Nahrungsmittel können Sie der beigefügten Tabelle entnehmen.

Wenn Sie sich selbst beobachten und im Spiegel anschauen, werden Sie an sich viele Parallelen finden eventuell nicht immer so glasklar aber mit etwas Übung können Sie schon mal beginnen und probieren welche Nahrungsmittel Ihnen gut tun. Sollten Sie dennoch Hilfe benötigen wenden Sie sich vertrauensvoll an mich.

Tabelle.pdf

 

Geschmack

Der Geschmack hat einen Einfluss auf die Säfteproduktion mit einer Tiefenwirkung und die Elemente mit ihrem Organbezug. Hat aber nicht unmittelbar etwas mit dem Geschmack der Speise zu tun.

 

süß

Wirkung: befeuchtend, nährend, harmonisierend

Bezug:

Erde – Milz, Nervensystem, Gehirn

Wasser – Niere, Lymphsystem, Verdauungssystem

 

salzig

Wirkung: befeuchtend, absenkend, kräftigend

Bezug:

Wasser – Niere, Lymphsystem, Verdauungssystem

Feuer – Leber, Muskel- Skelettsystem

 

sauer

Wirkung: Säfte erhaltend, adstringierend, kühlend

Bezug:

Erde   – Milz, Nervensystem, Gehirn

Feuer – Leber, Muskel-Skelettsystem

 

scharf

Wirkung: emporhebend, öffnend, erwärmend, trocknend

Bezug:

Luft – Herz, Lunge, Blutsystem

Feuer – Leber, Muskel-Skelettsystem

 

bitter

Wirkung: trocknend, ausleitend

Bezug:

Luft – Herz, Lunge, Blutsystem

„Keine Wiederherstellung der Gesundheit ohne individuelle naturheilkundliche Schau!“

Die Qualitäten und Temperamente kann der Behandler beobachten, ertasten, erfragen und sehen.

So kann er bei der Puls- Messung fühlen ob dieser zu schnell, zu langsam, rhythmisch, gut oder schlecht gefüllt und ob er kraftvoll oder nicht kraftvoll ist. Aus der Humoralpathologie weiß der Behandler, dass der linke Puls der Milz und der rechte Puls der Leber zugeordnet werden.

Mit den anderen Erkenntnissen aus der Beobachtung des Menschen gegenüber, wie z.B. langsamer Puls, dunkle Augen und weißer Zungenbelag deuten auf – Kälte – hin oder das ein schneller Puls, helle Augen und eine rote Zunge ein Zeichen von – Hitze – ist.

Nun ist es möglich mit den Qualitäten der Nahrung gegen zu steuern und einen ganz individuellen Ernährungsplan zu erstellen.

Erkennen und Zuordnen des Temperamentes

Der Melancholiker

Zuordnung: Erde

 

Qualität: trocken und kalt

 

Saft: schwarze Galle

Der Melancholiker im Gleichgewicht ist:

ausgeglichen, ruhig, harmonisch und zufrieden. Er ist ein realistischer, bodenständiger, belastbarer und strukturierter Mensch, der mit seiner Umwelt verwurzelt ist und auf dem man sich verlassen kann. Das Nervensystem und das Gehirn sind vorherrschend, sie gut Organisierte Denker und Analytiker.

Ihre große Stärke, das Nervensystem und Gehirn sind im Krankheitsfalle die größte Schwachstelle.

 

Beschwerdebild:

chronische Erkrankungen, vegetative Zustände, reizbare Schwäche und Niedergeschlagenheit, Angstzustände, degenerative Erkrankungen, Muskelschwäche, Trockenheit von Haut u. Schleimhaut, Energiemangel, Verschlackungen, Steindiathesen, Übersäuerung und Schwarzgalle

 

Ernährungsempfehlung:

Im Vordergrund stehen Erkrankungen die durch Kälte und Trockenheit gekennzeichnet sind.

Bevorzugt sollten Nahrungsmittel der Kategorie warm, neutral, feucht und dem Geschmack süß, salzig und wenige mit „leicht scharf“, werden.

Bei einem trocken, kalten Zustand des Energiemangels wäre z.B. ein warmes / süßes Frühstück geeignet diesen mit Wärme und Energie zu beleben und anzufeuchten.

Der Sanguiniker
Zuordnung: Luft

 

Qualität: feucht und warm

 

Saft: Blut

 

Der Sanguiniker im Gleichgewicht ist:

von Leichtigkeit, Optimismus, Kreativität, sie sind Bewegungsnaturelle, lebhaft, offen, flexibel. Das Blut-Kreislaufsystem, Herz und Lunge ist vorherrschend, es sind die überwiegend dunkel braun äugigen Menschen mit der hämatogenen Konstitution.

Ihre große Stärke, das Blut-Kreislaufsystem, Herz und Lunge sind im Krankheitsfalle die größte Schwachstelle.

 

Beschwerdebild:

Tendenz zur Blutverteilungsstörung, wie venöse Stauungen, Hypertonus, Herz-Kreislauf und Lungenerkrankungen, Migräne, bei Schwächezuständen – Tendenzen zu Blutmangelerkrankungen jeglicher Art, wie Anämien, Entzündungen aller Art als Ausdruck der erhöhten Blutgefäßaktivität

 

Ernährungsempfehlung:

Im Vordergrund stehen Erkrankungen die durch Feuchtigkeit und Wärme gekennzeichnet sind.

Bevorzugt sollten Nahrungsmittel der Kategorie kühlend, trocken und dem Geschmack bitter und sauer, werden.

Bei einem feucht, warmen Zustand des aktiven Blutsystems wäre z.B. der Verzicht von: scharfen Gewürzen und anderen Reizstoffen wie Alkohol und Tabak sinnvoll. Kuhmilchprodukte in kleinen Mengen und Säfte, eisenhaltige Nahrungsmittel, Nüsse und Mandel als Nerven Stärkung sind auch als günstig für das Blutsystem anzuraten.

Dem Sanguiniker sollten besonders Obst und Gemüsesmoothes angeboten werden. Daraus kann er den meisten Nutzen ziehen.

Der Phlegmatiker

Zuordnung: Wasser

 

Qualität: kalt und feucht

 

Saft: Schleim

Der Phlegmatiker im Gleichgewicht ist:

von weicher Natur, gefühlsbetont, geduldig, gemütlich und ruhig. Das Verdauungs- und Lymphsystem ist vorherrschend, es sind die überwiegend blau äugigen Menschen mit hydrogener, lymphatischer Konstitution.

Ihre große Stärke, das Verdauungs- und Lymphsystem sind im Krankheitsfalle die größte Schwachstelle.

 

Beschwerdebild:

Erkrankungen des Verdauungstraktes und des Lymphsystems, Immunschwächen, Verlangsamung des Stoffwechsels, Tendenzen zu Schwellungen und Wasserretentionen, Trägheit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Verdauungsstörungen, Meteorismus und Verschlackung

 

Ernährungsempfehlung:

Im Vordergrund stehen Erkrankungen die durch Kälte und Feuchtigkeit gekennzeichnet sind.

Bevorzugt sollten Nahrungsmittel der Kategorie warm, heiß, trocken und dem Geschmack bitter und scharf, werden.

Bei einem feucht, kalten Zustand des langsamen Stoffwechsels wäre z.B. der Einsatz von bitter, scharfen Gewürzen zum Erwärmen, Trocknen und aktivieren des Stoffwechsels sinnvoll. Hier wäre der Verzicht von Kuhmilchprodukten und Salz sowie Süßspeisen anzuraten.

Der Choleriker

Zuordnung: Feuer

 

Qualität: warm und trocken

 

Saft: gelbe Galle

Der Choleriker im Gleichgewicht ist:

von starker Willenskraft, Spontanität, Entschlossenheit, sie sind begeisterungsfähig, energiegeladene, vitale Menschen. Das Muskel-Skelettsystem, Leber und Galle ist vorherrschend, es sind die überwiegend grün äugigen Menschen mit der biliösen Konstitution.

Ihre große Stärke, das Blut-Kreislaufsystem, Herz und Lunge sind im Krankheitsfalle die größte Schwachstelle.

 

Beschwerdebild:

Tendenz zum rheumatischen Formenkreis, schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates, Erkrankungen von Leber und Galle mit Verdauungsstörungen, Tendenz zu Hypertonus, Entzündungen, spastischen Zuständen, Reizung an den Schleimhäuten, Übersäuerung, trockene Haut und Schleimhaut

 

Ernährungsempfehlung:

Im Vordergrund stehen Erkrankungen die durch Wärme und Trockenheit gekennzeichnet sind.

Bevorzugt sollten Nahrungsmittel der Kategorie kühlend, befeuchtend und dem Geschmack süß und salzig, werden.

Bei einem warmen, trockenen Zustand dem hitzigsten von allen 4 Temperamenten wäre z.B. der Verzicht von: scharfen Gewürzen und anderen Reizstoffen wie Alkohol und Tabak sinnvoll. Kuhmilchprodukte und Säfte sind als kühlende Nahrungsmittel anzuraten.

Auch dem Choleriker können besonders Obst und Gemüsesmoothes angeboten werden. Daraus kann auch er den meisten Nutzen ziehen.